Kienzlers Kolumne

Kommentare zu Alltäglichem und weniger Alltäglichem

Großeinsatz April 29, 2008

Gespeichert unter: Geschichten — harrykienzler @ 1:29
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Gestern starre ich so nichtsahnend aus meinem Fenster und bin kurz davor, vor Langeweile das Sabbern anzufangen, als auf einmal ein komplettes Feuerwehrauto unter meinem Fenster hält. Sieben geschäftige Feuerwehrmänner hüpfen geschäftig wie die sieben Zwerge aus ihrem eindrucksvollen Gefährt und fangen an, den Schlauch auszurollen.

Scheiße, unser Haus brennt wohl und ich habe davon nichts mitgekriegt, weil ich eine Rauchvergiftung habe und längst nur noch vor mich hinphantasiere. Vielleicht bin ich ja auch schon tot. Interessiert beobachte ich wie der Azubi der Truppe den richtigen Schlauchanschluss sucht und sich wie alle Jungspunde erst nach zwei Minuten traut zu fragen, welches der Richtige ist, während seine Kollegen versammelt am anderen Ende des Schlauches stehen und angespannt auf das Wasser warten.
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Japanische Straßenmusikanten April 27, 2008

Gespeichert unter: Essays, Geschichten — harrykienzler @ 1:00
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Heute durfte ich Zeuge eines ungewöhnlichen Schauspiels werden, das mich auf ganz besondere Art und Weise mit der Kunst versöhnte. Auf der Brücke, die über den Fluss führt, der das kleine Studentenstädtchen, das ich bewohne, so fotogen zu teilen weiß, spielte eine Straßenmusikantin anmutige Weisen. Wer nun schon gähnend weitergeklickt hat, verpasst aber den entscheidenden Aspekt der ganzen Geschichte:

Es handelte sich nicht etwa um eine versprengte Indianerin oder eine exhumierte Hippiebraut. Nein, die schwäbische Sonntagnachmittagseinöde wurde durchbrochen vom ausdauernden Spiel einer Japanerin. Wie gerade eben erst einem Kung-Fu-Film entsprungen stand sie da im Kimono, zupfte auf diesem kleinen Saiteninstrument, dessen Namen ich nicht kenne und hauchte den bekannten asiatischen Singsang in die pollenverteilenden Frühlingslüftchen. (mehr…)

 

Die neue Portishead April 25, 2008

Gespeichert unter: Uncategorized — harrykienzler @ 12:09
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Die neue Portishead kommt heute raus. Um es gleich vorwegzunehmen: Nein, ich hab sie noch nicht gehört. Ich habe nur eine Kritik auf Spiegel online gelesen. Da stand sehr ungefähr folgendes: Das Album ist so wie seine Vorgänger, nur anders. Tja, die typische Plattenkritik eben (außer denen meines Kollegen Frank Klötgen, die immer äußerst lesenswert sind). Es werden wohl weniger Samples verwendet und dafür andere Sounds, die in der Kritik leider nicht näher beschrieben wurden. Was solls, muss man sich eben selber anhören.

Was wirklich interessant war, war der Kommentar, Portishead seien ja so geheimnsivoll, vor allem die Sängerin. Alle stünden in keinerlei Kontakt zur sonstigen angesagten Musik und seien nun wieder unbeleckt ihren Grüften entstiegen, um die Welt an ihrer neuesten Scheibe teilhaben zu lassen, die einfach eine sehr gute Kopie der alten Platten sei. Kein fremder Einfluss habe den Portisheadschen Stil beschmutzen können.

Ich möchte mal an dieser Stelle ein paar Dinge mich betreffend erzählen, auch wenn das egozentrisch sein mag, aber egozentrisch war ich früher schon und daher ist das doch völlig legitim: (mehr…)

 

Zwei glorreiche Halunken April 23, 2008

Gespeichert unter: Uncategorized — harrykienzler @ 9:56
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Tony Blair ist schwarzgefahren.

Otto Schily muss Strafe zahlen, weil er seine Einkünfte nicht offenlegen will.

Wahrscheinlich wieder so ein PR-Gag, um sich bei Leuten wie mir beliebt zu machen.

Was anderes bleibt den anderen auch nicht übrig, um noch mal in den Schlagzeilen zu landen, nachdem sie ihren Zenit überschritten haben. Aus Mitleid habe ich sie jetzt zumindest hier mal wieder erwähnt.

 

Filme nachdrehen April 20, 2008

Ich habe “Abgedreht” ja leider nicht sehen können, weil ich in der cineastischen Provinz lebe, deshalb habe ich mir selber ein paar Gedanken gemacht, wie man bekannte Filme nachdrehen könnte.

“King Kong” - Onkel Manfred einfach mal ohne Bademantel die Straße runterlaufen lassen, von der Körperbehaarung her müsste es ungefähr hinkommen.

“Casablanca”  - Ich wollte schon immer mal zu einem DJ sagen: “Ich hatte doch gesagt, du sollst dieses Lied nie mehr spielen.”

“Star Wars” -  bei mir wären die Jedi-Ritter noch cooler: Sie könnten inzwischen so gut mit der “Macht” umgehen, dass sie ihre Kämpfe nur noch telepathisch austragen und sich auf zwei Stühlen grübelnd gegenüber sitzen.

“Matrix” - bei mir würde Neo die andere Pille schlucken und so weiterleben wie bisher.

“Ratatouille” - Mit echten Ratten. Einfach im Hausgang gefangen und dann vor laufender Kamera genüßlich verspeist.

“Basic Instinct” - im Sinne des Titels - ohne störende Handlung.

“Und täglich grüßt das Murmeltier” - Ein Murmeltier und ein Kalender -  mehr brauchs nicht.

“Das Boot” - ein Urlaubsvideo.

“Der Pate” - so eine Taufe kann ganz schön spannend sein.

Man könnte auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, z. B. gleichzeitig “Der Marathon Mann” und “Außer Atem” drehen.

“Stirb langsam” ist doch eigentlich auch nur ein Alternativtitel für “Das Meer in mir”.

Ich geh jetzt raus und genieße das schöne Wetter -  wenn ich mich dabei flme kommt wohl automatisch eine neue Version von “Das Böse unter der Sonne zustande.