Kienzlers Kolumne

Kommentare zu Alltäglichem und weniger Alltäglichem

Gesundheit, Kurt! Februar 29, 2008

Gespeichert unter: Essays, Politik — harrykienzler @ 12:10
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Kurt Beck tut mir leid. Vor allem weil er krank ist. Also nicht krank, weil er seine Partei der Linkspartei öffnet, sondern weil er die Grippe hat. Ich bin auch mal wieder ein bisschen erkältet und wir Erkälteten müssen zusammenhalten.

Wofür wird er eigentlich jetzt genau kritisiert? Offiziell hat er die Zusammenarbeit mit der Linkspartei ja doch eher abgelehnt. Nur so halboffiziell eben nicht. Im Prinzip ist er doch der ideale Repräsentant seiner Partei, in der letztendlich niemand so ganz genau weiß, wie er mit der Linken umgehen soll. Ist eben schwierig wenn man den eigenen besten Redner und Einpeitscher, Lafontaine, an eine andere Partei verloren hat und nun ähnlich blass und langweilig daherkommt wie die Union. (mehr…)

 

Onlinedurchsuchung Februar 27, 2008

Gespeichert unter: Politik — harrykienzler @ 2:41
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Das Bundesverfassungsgericht hat heute über die sogenannten Online-Untersuchungen entschieden. Leider kam es dabei zu einer recht restriktiven Regelung, die die Anwendung in der Praxis wohl fast unmöglich machen wird. Das ist sehr sehr schade. Online-Ducrhsuchungen sind toll. Sie dienen jedermann und befördern die Sicherheit von uns allen. Es ist unverzeihlich, dass durch diesen Beschluss die Arbeit des besten Innenministers aller Zeiten, Wolfgang Schäuble, der auch ansonsten ein über die Maßen dufter Typ ischt, zunichte gemacht wurde.

Nun sind natürlich Tür und Tor geöffnet für die schlimmsten Aktivitäten. Hinz und Kunz kann auf seinem Rechner Verbrechen planen, ohne dass irgendjemand etwas davon mitbekommt. Es gibt ja auch so schon genügend Probleme: Gehirne zum Beispiel. Auch diese Datenträger sind ja bisher schon durch ihre natürlich Veranlagung nur auf Umwegen und verschlüsselt einsehbar, was die Arbeit der Sicherheitsbehörden erheblich erschwert. Wir können nur hoffen, dass dem geplanten Telepathen-Gesetz nicht das gleiche Schicksal zuteil wird wie den Onlinedurchsuchungen. (mehr…)

 

Der große Wandel III Februar 25, 2008

Gespeichert unter: Geschichten — harrykienzler @ 1:11
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Ole von Beust sitzt in seinem Büro und saugt an seiner Siegerzigarre. Mag sein, dass er die absolute Mehrheit verloren hat, aber er wird weiter regieren, und zwar mit den Grünen.

Der Gefreite Gerstensemmel steht bewegungslos in der Landschaft. Während seine Kameraden mit Gewehr im Anschlag über den Boden robben, gibt er sich einer völlig neuen Erkenntnis hin: Er hat eigentlich gar keine Lust dazu, auf jemanden zu schießen.

Bushido stapft durch Berlins dreckige Straßen. Es ist ein wenig mühsam, weil er es nicht mehr gewohnt ist, zu Fuß zu gehen und ein bisschen Angst hat er auch, weil überall so finstere Gestalten durch die Gegend ziehen, bei denen es sich vielleicht um echte Gangster handelt, die nicht nur darüber rappen, Leute zu verprügeln, sondern es wirklich machen.

Ole von beust versucht sich den Grünen anzunähern. Nachdem er ein bisschen, versucht hat zu stricken und seinen Mitarbeitern gesagt hat, sie dürften ab jetzt babsidemokratisch darüber abstimmen, wer die Kaffeekasse verwaltet, wobei natürlich klar ist, dass man jetzt nur noch Fair-Trade-Kaffee kauft, versucht er jetzt verzweifelt einen Joint zu bauen. Entnervt bittet er einen Praktikanten, ihm zu helfen. (mehr…)

 

Das Ende der Großen Koalition? Februar 23, 2008

Gespeichert unter: Politik — harrykienzler @ 12:49
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Sollte die SPD sich bei der Regierungsbildung in Hessen von der Linkspartei dulden lassen, drohen einige Unionspolitiker mit dem Ende der Großen Koalition. Endlich kommt mal wieder Leben in die Bude! Mir wurde schon ganz schlecht von diesem dauernden Konsens. Allerdings ist es sehr lustig zu beobachten, wie Leute, die vormals noch meinten, man müsse im Interesse der Stabilität mit der SPD zusammenarbeiten, bei der es sich ja auch um eine große demokratische Volkspartei handle, jetzt geifern, die SPD mache sich zum Erfüllungsgehilfen durchgeknallter Kommunisten.

Man stelle sich vor: Kurt Beck sitzt in seinem Büro, telefonierte gerade noch mit einem Wirtschaftsboss und versichert, dass er es bei Massenkündigungen bei der üblichen wirkungslosen Polemik belassen wird, als sich auf einmal sein Kopf rot färbt und er schnaubend hervorpresst: “Ein Gespenst, ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus! Hu hu! Lasst uns die Bundesrepublik in eine Geisterbahn versammeln, Genossen! Wir müssen uns der Linkspartei anschließen! Den Vertretern des wahren Glaubens!”
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Doch nicht krank! Februar 22, 2008

Gespeichert unter: Gedanken — harrykienzler @ 4:41
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Ich war heute krank. Ja richtig “war”. Vergangenheitsform. Ich bin es nämlich nicht mehr. Ich war ziemlich genau zwei Stunden erkältet. Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen und jetzt ist alles wieder weg. Oder ich habe Fieber und das hier ist mein erster Fiebertraum, aber das glaube ich nicht, der große Fleischkäse, auf dessen Bildschirm gerade diese Worte erscheinen, sieht eigentlich so aus wie immer, nur die Fledermäuse hier nerven ein bisschen.