Kienzlers Kolumne

Kommentare zu Alltäglichem und weniger Alltäglichem

Gute Vorsätze fürs neue Jahr Dezember 29, 2007

Gespeichert unter: Gedanken — harrykienzler @ 1:18
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Einen Baum pflanzen, ein Kind zeugen, ein Haus bauen - und zwar genau in dieser Reihenfolge, denn wer in unseren modernen Zeiten einen Baum pflanzen kann, der kriegt sicher auch alles andere auf die Reihe.

Im weißen Haus anrufen und sich als der neue Präsidentenberater vorstellen. Den Job kriegt man bestimmt, müssen die jetzigen Berater auch so bekommen haben. Anders kann ich mir die meisten Aktionen dort nicht erklären.

Nicht mehr so viel jammern. Entweder richtig ausflippen oder sich still in sein Schicksal fügen.

Mal wieder das Zimmer aufräumen. Nach fünf Jahre wirds mal wieder Zeit. (mehr…)

 

Was man an Weihnachten auch mal machen könnte Dezember 24, 2007

Gespeichert unter: Gedanken — harrykienzler @ 7:58
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Was man an Weihnachten auch mal machen könnte:
Sich den Familienkrach sparen und einfach zu Hause bleiben bei Leuten, die einen wirklich mögen.
Mal die guten heidnischen Bräuche pflegen und unter dem Tannenbaum nicht nur Geschenke ablegen, sondern sie in einem großen Freudenfeuer den Göttern opfern.
Sich auch mal so eine tolle Blinkedekoration ins Fenster hängen, aber eine die mit Starkstrom läuft und blinkt wie ein Stroboskop.
Tannen pflanzen.
Um 12 ein paar Feuerwerkskörper loslassen umd vorher auf Null runterzählen, vielleicht macht spontan jemand mit.
Mit den Kindern auf den Weihmachtsmann warten und dann mal eine GRundsatzdiskussion mit ihm führen über Coca Cola und blöde Marketimggags.
Den Leuten auf dem Klassentreffen ein Video von vor zehn Jahren vorspielen, auf dem sie erzählen, was sie später mal machen wollen.
Mal im Kranknhaus auf der Geburtsstation anrufen und fragen, ob es irgendwelche besonderen Vorkommnisse gab.
Bei einer Hotline anrufen und schauen, ob selbst dann jemand da ist und wenn ja der armen Sau frohe Weihnachten wünschen.
Auch an die armen Leute denken, die an heilig Abend in einem Zug festsitzen.
Rentierbraten essen.
Als Sternsinger losziehen und den verwunderten Leuten sagen, man müsse ja nicht jedes Jahr so spät dran sein, nur weil die drei Könige damals so lange gebraucht haben.
Schon mal Osterhasen auf Vorrat kaufen.
So verzweifelten Menschen wie mir helfen, doch noch was Gutes an der Sache zu finden.

 

Hahn tropft Dezember 21, 2007

Gespeichert unter: Geschichten — harrykienzler @ 12:02
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Ich komme nach Hause. Ich gehe ins Badezimmer, um nachzuschauen, ob mein Gesicht noch im Spiegel zu sehen ist. Der Boden ist nass. Es tropft. Ich fange an, ein bisschen zu zittern. Es tropft. Ich rede mir ein, dass das Tropfen gleich wieder aufhören wird. Es tropft. Ich schaue nach, wo das unheilvolle Tropfen herkommt. Es tropft. Unten aus dem Rohr am Waschbecken.

Na ja, sage ich mir, dann tropft es halt ein bisschen, stellt man halt einen Eimer drunter. Da steht schon ein Eimer. Es tropft. Es tropft auch aus dem Eimer, denn er ist schon übergelaufen. Die alte Eimer-Nummer kann man also vergessen. Es tropft. Kein Problem, drehe ich halt das Eckventil zu, weiß doch, wie das geht, als ehemaliger Zivi-Hausmeister. Es tropft. Das Eckventil ist alt und verkalkt und eher eine Ventilatrappe, das kriegt kein Mensch mehr zu. Es tropft.
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Coffee to go Dezember 19, 2007

Gespeichert unter: Gedichte — harrykienzler @ 3:11
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Guten Tag, ich hätte gerne einen Kaffee.

Aha, und was für einer darf es denn sein?

Nun…

Wolen Sie einen Kaffee, mit dem Sie sich unterhalten können?

Nein.

Wollen Sie einen Kaffee, dessen Bohnen fünf glückliche Kinder an ihrem ersten Schultag zwei Stunden lang glücklich angestarrt haben?

Nein.

Wollen Sie einen Kaffee, der nicht einen Tropfen Kaffee enthält? (mehr…)

 

Weihnachtsansprache Dezember 19, 2007

Gespeichert unter: Reden — harrykienzler @ 12:23
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Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Lassen Sie mich mal eines unumwunden feststellen:

So kann es weitergehen!

Ich komme ja viel rum in letzter Zeit und überall sagen mir die Menschen das Gleiche:

Es geht uns gut!

Es ist immer das gleiche alte Lied:

Soo ein Tag, so wunderschön wie heute…

Lassen Sie mich dabei auch nicht unerwähnt lassen, was wir alle schon ahnen, auch wenn sich bisher keiner getraut hat, es auszusprechen:

Es geht uns nicht nur gut, es wird uns in Zukunft sogar noch besser gehen!

Selbst der verblendetste Starrkopf muss es doch irgendwann einsehen:

Die Sonne scheint. Die Menschen tragen ein Lächeln auf den Lippen.

Doch ich höre schon die Stimmen der ersten Zweifler sich erheben, die sagen:

Das kann doch gar nicht sein!

Und ich muss Ihnen sagen: (mehr…)